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Performancevergleich

Trimble R1 - Trimble Pro6H - Smartphone


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Um die Leistungsfähigkeit des neuen Trimble R1 besser einschätzen zu können, wurde im Auftrag eines Energieversorgers ein Vergleichstes durchgeführt. Als Referenz wurde ein Trimble Pro6H benutzt, der mittels APOS Korrekturdaten eine Genauigkeit von rund 10 cm erreicht. Getestet wurden zum einen das Verhalten bei Linienaufnahmen unter Bewuchs und im Siedlungsbereich (Zielanwendung Projektierung und Kabellegung im Mittelspannungsbereich), sowie die reine Positionsgenauigkeit auf einem für GNSS Messungen gut geeigneten Punkt. Um weitgehend von Satellitengeometrie und Umgebungseinflüssen unverzerrte Ergebnisse zu erlangen wurden die Aufnahme absolut zeitgleich mit beiden Geräten durchgeführt. Die Ergebnisse wurden in ArcGIS aufbereitet, wobei der R1 immer mit grünen, der Pro6H mit orangen Symbolen dargestellt wurde. Zusätzlich wurden bei manchen Tests auch Daten mit einem handelsüblichen Smartphone der Generation 2015 erfasst (rote Linien bzw. Punkte).

Siedlungsbereich

Im, durch Einfamilienhäuser geprägten, Siedlungsbereich wurden zwei Bereiche heraus gegriffen: einmal mit Nord-Süd verlaufender Straße und einmal mit Ost-West verlaufender. In Beiden Fällen zeigt sich, dass R1 und Pro6H weit unter der spezifizierten Genauigkeit des R1 übereinstimmen, und das Smartphone bei Häusern große Abweichungen verursacht.

R1 T5

R1 T6

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Erfassung mit dem Pro6H erfolgte über einen Juno 5 und TerraSync (Sekunden-Takt), wohingegen der R1 mit einem iPAD gekoppelt wurde und die Daten über die Collector-App von ESRI dirket in einen ArcGIS Online Layer gespeichert wurden (5 Sekunden). Mit dem Smartphone wurde ebenso wie mit dem R1 aufgezeichnet. Dadurch ergibt sich für den R1 und das Smartphone eine etwas eckigere Linie.

 

 

 

Bewuchssituation

Als Testgelände wurde ein Parkplatz in der Nähe des öffentlichen Schwimmbads in Garsten benutzt (siehe Foto). Hier stehen als Trenner der Parkbereiche in Regelmäßigen Abständen hohe Bäume. Im Süd-Westen befindet sich der Damm der Kraftwerksanlage, der dicht bewaldet ist.

IMG 1200

Als erster Versuch wurde unter den Bäumen am Parkplatz zweimal ein Rechteck abgelaufen, einmal mit R1 und Pro6H und einmal mit dem R1 und einem Smartphone. Das Ergebnis, siehe unten, zeigt eindeutig das der R1 gegenüber dem Pro6H wieder nur im Bereich der zu erwartenden Messunsicherheit von weniger als einem Meter ebweicht, wohingegen das Smartphone Abweichungen bis zu 10 Meter verursacht.

R1 T3     R1 T2

Damm und Bewuchs in Süd-Westen

R1 T1Als letzten Linien-Test wurde der Zugangsweg zum Kraftwerk und der Dammfuß mit dem R1 und dem Pro6H erfasst. Das Ergebnis zeigt auch hier eine gute Übereinstimmung, wobei man im Detail erkennen kann, dass die Situation den R1 an die Grenze seiner Leistungsfähigkeit führt. Sobald der Bewuchs über die Antenne reicht und im Süden durch den Damm die Abschattung zunimmt, wird die Nominalgenauigkeit auf Grund des eingeschränkten Satelliten-Empfangs nicht mehr ganz erreicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Punktuelle Genauigkeit

Auf der Dammkrone wurde mit allen drei Empfängern ein Punkt mehrfach gemessen, wobei die Messungen in einem Zeitfenster von ca. 20 Minuten ausgeführt wurden. Die Abbildungen unten zeigen die Empfangssituation und das Ergebnis, wobei die Punkte, die mit dem R1 gemessen wurden innerhalb eines Kreises mit 55 cm Durchmesser liegen.

IMG 1202  R1 T4

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